Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

der aktuelle Wahlkampf in unserer Gemeinde um meine Nachfolge und um die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates ist einerseits geprägt von einem erfreulich respektvollen Umgang der Kandidaten untereinander. Andererseits gibt es aber einen Bereich, in dem leider auch bei der Podiumsdiskussion in unserem Gymnasium die Fakten völlig auf den Kopf gestellt werden.

Es geht um die angebliche wirtschaftliche Krise in unserer Gemeinde. Dazu ein paar Daten: Als ich 2014 in das Amt kam, hatten wir ein Gewerbesteuerniveau von 5 Millionen. Dies könnten wir kontinuierlich steigern auf 16 Millionen im Jahr 2024. 2025 erfolgte ein Einbruch auf gut 8 Millionen. Wer etwas Ahnung von den Gewerbesteuereinnahmen hat, weiß, dass diese sehr sprunghaft sind. Deshalb wurde vor einigen Jahren bei den staatlichen Ausgleichszahlungen an die Gemeinden für die coronabedingten Ausfälle der Durchschnitt der letzten drei Jahre als aussagefähiger Wert bestimmt. Dieser Durchschnittswert aus den letzten drei Jahren beträgt bei uns 13 Millionen. Wir haben im Haushaltsansatz sehr vorsichtig geplant und ca. 10 Millionen angesetzt. Das heißt: Seit 2014 ist es gelungen, das Einnahmenniveau um 100% bis 160% zu steigern. Es gibt ganz wenige Gemeinden, die so erfolgreich waren wie wir. In der Gemeinderatssitzung am 23. Februar haben wir baurechtlich den Weg frei gemacht für eine Gewerbeentwicklung durch den Investor MLP an der Autobahnausfahrt Freising-Süd, der schon in wenigen Monaten mit der Entwicklung starten wird. Damit legen wir einen nächsten Baustein für die außergewöhnlich erfolgreiche Entwicklung der letzten 12 Jahre. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn auf dem Hintergrund von der kritischen Situation in unserer Gemeinde geredet wird und dies auch von Teilen der Presse ungeprüft aufgegriffen wird. Einige Kandidaten haben als Lösung auf diese angebliche Krise geäußert, man müsse gemeindliche Ziele über Bord und Gewerbeflächen auf den Markt werfen. Dieses sehr simple Rezept wäre eine Rückkehr zu den plan- und erfolglosen Jahren bis 2014. Sinnvoll wäre es, das 2017 intensiv erarbeitete gemeindliche Standortförderungskonzept fortzuschreiben, das Chancen und Risiken unserer Gemeinde gut beschrieben hat. Unternehmen und Investoren schätzen es sehr wohl, wenn eine Gemeinde eigene Entwicklungsziele hat und darstellen kann und sie als daran Mitwirkende angesprochen werden und nicht nur wegen der Steuereinnahmen interessant sind.

Ich hoffe, dass der Wahlkampf auch bis zum Ende persönlich respektvoll verläuft. Zur Fairness gehört aber auch, dass man sich etwas mehr an Tatsachen orientiert, wie dies teilweise der Fall ist. Fake News gibt es in unserer Zeit schon genug. Meinem Nachfolger wünsche ich, dass er die äußerst erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der letzten 12 Jahre fortsetzt und auch er in den kommenden Jahren die Gewerbesteuereinnahmen um 100% -160% erhöhen kann.

Am 8. März sind mehr als 10 Millionen Menschen in Bayern aufgerufen, bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen ihre Stimme abzugeben. Dabei werden insgesamt rund 39.500 kommunale Mandatsträger:innen für sechs Jahre gewählt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich bereit erklärt haben, als Wahlhelfer:innen bei der umfangreichen Auszählung der Stimmen mitzuhelfen. Alle Wahlberechtigten bitte ich herzlich, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und damit mitzubestimmen, wer diese verantwortlichen Aufgaben in unserer Gemeinde Neufahrn und in unserem Landkreis Freising übernehmen soll.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Franz Heilmeier
1. Bürgermeister

 

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