Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
„Würdest Du mit den Erfahrungen Deiner 12 Jahre als Bürgermeister wieder für diese Aufgabe kandidieren?“ So wurde ich in den letzten Monaten mehrfach gefragt. Meine Antwort: Ja, das würde ich. Es ist wahr: Mit dieser Aufgabe sind Ärger, Terminfülle über alle sieben Wochentage hinweg, Zeitdruck, Auseinandersetzungen auch mit weniger angenehmen Zeitgenossen, manchmal auch die Einsamkeit des Entscheiders an der Spitze verbunden. Aber ich durfte mittendrin sein unter Menschen, die sich ehrenamtlich und hauptamtlich weit über ihre Pflicht hinaus beeindruckend engagieren, habe die Kollegialität und in manchen Fällen auch Freundschaft mit anderen Bürgermeister:innen über Parteigrenzen hinweg sehr schätzen gelernt und ich konnte mitwirken an so vielem, was in diesen 12 Jahren gewachsen ist und sich entwickelt hat.
Ich hatte 2014 keine einfache Situation übernommen. Der Gemeinderat war zerstritten. Die Gewerbesteuer lag bei nur 5 Millionen Euro. AVON- und Müllerbrotgelände waren verwaist. Es gab seit vielen Jahren keine Anstöße im sozialen Wohnungsbau. Die Ortsmitte galt als Problemfall. Um das Alte Mesnerhaus wurde gestritten. Energie- und Mobilitätswende wurden wenig beachtet.
All dies hat sich grundlegend verbessert. Das NOVA-Gelände ist ebenso voll belegt wie das ehemalige Müllerbrotareal. Wenn man den Durchschnitt der letzten drei Jahre nimmt, haben wir heute ein Gewerbesteuerniveau von 13 Millionen Euro und damit sehr gut aufgeholt. Wir haben am Bahndamm auf kommunalem Grund ein soziales Wohnbauprojekt realisiert und auf den neu gebauten Kindergarten und die Krippe am Sportplatz bzw. am Keltenweg erstmals auch Personalwohnungen gebaut. Der Markplatz ist heute ein belebter Ortsmittelpunkt. Wir haben das Alte Mesnerhaus renoviert und zu einem Zentrum für Bildung, Kultur und Geschichtsforschung gestaltet. In Fürholzen haben wir das Gemeinschaftshaus als hervorragend angenommenen neuen Mittelpunkt des Ortes gebaut, in Giggenhausen die Entstehung der Genossenschaft für den Erhalt des Metzgerwirts unterstützt. Von der neu gebauten Turnhalle profitieren Schulen und Sportvereine. Die zusammen mit Hallbergmoos getragene neue Musikschule und Volkshochschule werden so gut angenommen, dass wir neue räumliche Möglichkeiten schaffen müssen. Wir haben das Busnetz innerhalb Neufahrns und in die Ortschaften der Gemeinde auf- und ausgebaut. Die komplette Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt. Und wir haben wichtige Schritte gesetzt und Entscheidungen getroffen für künftige Projekte wie den Neubau der dritten Grundschule, die schon 2026 startende Gewerbegebietsentwicklung am Autobahnkreuz Freising-Süd, die Verbesserung der Radverbindung im Industriegebiet, die Errichtung von Photovoltaikanlagen an der A 92 und die Gewinnung von Geothermie.
Es gibt nicht viele Berufe, in denen man so vielfältig und so konkret Spuren hinterlassen kann. Dafür lohnt es sich schon, einen Preis zu zahlen. Aber nach 12 Jahren ist es dann auch gut und ich freue mich, wenn es in meinem Leben wieder mehr Zeit für Menschen und Dinge gibt, die zu kurz gekommen sind. Wenn ich am 01.05. dieses Amt verlasse, werde ich das mit großer Dankbarkeit für das vielfach erlebte Engagement in Politik und Verwaltung, in Vereinen und Einrichtungen tun. Ich würde wieder für diese Aufgabe antreten, bin aber nach den intensiven Jahren schon auch erleichtert darüber, dass die Tage nicht mehr so voll und durchgetaktet sein werden.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Franz Heilmeier
1. Bürgermeister
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